Wir sehnen uns alle nach Reisen, besonders nach jenem Urlaubsgefühl, wenn sich jemand endlich auch um uns Eltern kümmert. Doch wir wissen alle, dass es mit Kindern schnell dazu kommen kann, dass wir genießen und entspannen wollen, doch dass das Kind so sehr an den Nerven zerrt, dass wir uns denken: „Warum haben wir uns das bloß angetan!?“
Es gibt wohl keinen Elternteil, dem dieser Gedanke auf der Reise nicht mindestens einmal gekommen ist. Sehen Sie das auch so?
Obwohl solche Momente mit Kindern unvermeidbar sind, können wir dennoch etwas tun, um Vorfälle dieser Art möglichst zu reduzieren, damit unser Urlaub wirklich im Zeichen der Erholung und Verbundenheit mit der Familie steht.
Der erschwerende Faktor ist im Grunde genommen die Erwartung, dass Kinder im Urlaub aufhören werden, Kinder zu sein. Die Erwartung, dass wir einen Instagram-würdigen Traumurlaub haben werden, denn auf den Fotos und Videos anderer Urlauber machen Kinder nie Ärger. Ja klar, es ist ja schön, dass wir keine Fotos von Kindern im Moment ihrer stärksten Gefühlsausbrüche veröffentlichen. Aber das bedeutet, dass wir uns mit etwas vergleichen, was es nicht gibt.
Deshalb möchte ich Ihnen in diesem Text die andere, schönere Seite zeigen: wie sich der Urlaub mit Kindern ruhiger, entspannter und voller richtiger Verbundenheit gestalten kann. Ich verrate Ihnen einige konkrete Dinge, die helfen, den Urlaub zu einer Zeit zu machen, in der sowohl Sie als auch Ihr Kind frische Kraft schöpfen, und nicht nur eine weitere Pflicht auf Ihrer Liste darstellen.
Der Schlüssel zum schöneren Urlaub: Erwartungen anpassen
Wenn wir die Erwartungen anpassen, fühlen wir uns besser, und dann fühlt sich auch das Kind besser, weil unsere Gelassenheit auf das Kind übergeht.
Erwartungen anpassen ist eine der wichtigsten „Taktiken“ des Elternseins, also auch auf Reisen. Fragen Sie sich nur: Wann verlieren wir die Nerven am meisten? Gerade dann, wenn unsere Erwartung viel größer ist als die tatsächliche Situation. Dieser Raum zwischen dem, was wir uns vorgestellt haben, und dem, womit wir in diesem Moment zu kämpfen haben, ist im Grunde genommen der Raum der Frustration. Wenn wir erwarten, dass zu jeder Zeit Ruhe herrschen wird, als seien unsere Kinder nicht mit dabei, dass wir auf der Sonnenliege liegen und den Himmel betrachten werden, ohne dass uns jemand fünf Mal zum Pool ruft, dann passiert es leicht, dass wir erschöpfter aus dem Urlaub zurückkommen, als wir es beim Urlaubsstart waren.
Und bei der Erziehung gilt generell das Gleiche: je größer unsere Erwartungen sind, desto schwerer haben wir es. Wenn wir erwarten, dass das Mittagessen ohne ein einziges Drama abläuft, dass wir einen Kaffee trinken werden, ohne dabei vom Kind unterbrochen zu werden, dass wir den Mittagsschlaf ohne Verspätung hinbekommen, dann haben wir die Weichen für Enttäuschung gestellt. Auf der Reise ist es genau so.
Deswegen können Ihnen Sätze helfen, die Sie sich vor einer Aktivität sagen, zum Beispiel vor oder im Laufe des Mittagessens im Hotel:
- „OK, wir sind ein bisschen spät dran mit dem Mittagsschlaf, er ist müde und könnte nervös sein.“
- „Ich kann das ertragen, ich bin da, um ihm zu helfen.“
- „Ich bin ein Erwachsener, er ist nur ein Kind.“
- „Wenn nötig, gehen wir dem Gedränge etwas aus dem Weg, damit er sich beruhigt, und kommen später wieder zum Tisch.“
Und Erinnerungshilfen, die uns sagen, dass das alles normal ist:
- Es ist normal, dass sich das Kind ab und zu schlecht benimmt.
- Es ist normal, dass es einen Gefühlsausbruch hat.
- Es ist normal, dass es sich nicht gedulden kann.
- Es ist normal, dass es fünfunddreißig Mal fragt, wann wir zum Pool gehen, gerade dann, wenn ich in Ruhe einen Kaffee trinken möchte (fragen Sie mich nicht, woher ich das weiß).
Und wenn das Kind doch einen Gefühlsausbruch hat und nicht gehorchen will, können wir uns sagen: „Dies ist nur ein Moment, der geht vorbei.“ Warum gerade das? Denn in diesem Moment haben wir das Gefühl, dass er ewig, die ganze Reise über dauert, aber dem ist nicht so. Schon im nächsten Moment werden wir die stolzesten Eltern mit dem süßesten Kind der Welt sein.
So beruhigen wir uns selbst, und damit besänftigen wir auch unser Kind. Unsere Reaktionen fallen anders aus und alles wird leichter.
Die Bedeutung des Entschleunigens
Schon allein damit, dass wir unsere Erwartungen angepasst und uns mit Hilfe dieser Sätze, die wir als Affirmationen bezeichnen können, selbst beruhigt haben, sind wir uns des Moments mit dem Kind besser bewusst geworden. Wir können es reeller sehen und geduldiger sein. Anstatt emotionell reaktiv und angespannt zu sein, drosseln wir damit das Tempo.
Wenn ich über Entschleunigung spreche, meine ich damit auch, dass es von Nutzen ist, obwohl wir im Urlaub sind, die Bedürfnisse des Kindes im Auge zu behalten. Wir können die Routine natürlich nicht strengstens aufrechterhalten, aber wir werden es viel leichter haben, wenn das Kind gut ausgeschlafen ist und wenn wir uns nicht zu sehr mit dem Mittagsschlaf verspäten, falls das Kind noch tagsüber schläft.
Eines der hervorragenden Dinge im Pical Resort 5* liegt gerade darin, dass Speisen ununterbrochen verfügbar sind, sowohl für die Hauptmahlzeiten als auch zwischendurch, nämlich im Rahmen der All-inclusive-Option im Pical Family Hotel. Sie können zu jeder Zeit ins Restaurant gehen und dem Kind eine gesunde und hochwertige Mahlzeit anbieten, falls es bei den Hauptmahlzeiten keine Lust aufs Essen hat. Es gibt auch einen Bereich neben dem Spielzimmer, wo Sie es sich im Café bequem machen, ein Eis essen oder einen Kaffee trinken können, während das Kind spielt, so kommen sowohl Sie als auch das Kind auf Ihre Kosten.



Übergänge stellen hohe Anforderungen an das Kind, besonders, wenn alles von den Eltern ausgeht: jetzt gehen wir zum Pool, jetzt sind wir fertig, jetzt ins Zimmer, jetzt zum Mittagessen, jetzt hinsetzen und essen, jetzt ins Spielzimmer, jetzt gehen wir spazieren. Die Kinder hören sich fast den ganzen Tag unsere Anweisungen an.
Das ist ja auch in Ordnung, wir werden die Gestaltung des Tagesablaufs nicht dem Kind überlassen, aber was wir tun können, ist: an das Kind herangehen, etwas langsamer und leiser sprechen, das Kind auf seiner Ebene berühren und sagen: „Jetzt hören wir auf zu spielen und gehen ins Zimmer. Wir ziehen uns zum Mittagessen um.“ Und dabei machen wir eine kurze Pause, damit das Kind die Information verarbeiten kann, und erst dann erfolgt der Übergang.
Manchmal erspart uns gerade ein solch langsameres Tempo in einem bestimmten Moment, eine bewusste Berührung und ein Blick Minuten und Stunden kindlicher Unzufriedenheit und Gefühlsausbrüche.

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Wenn das Kind weiß, was folgt, wenn der Tag vorhersehbar ist, verspürt es etwas mehr Autonomie und fühlt sich sicherer, denn bekannt ist sicher. Deswegen ist es von Nutzen, dem Kind im Voraus mitzuteilen, was wir planen: „Jetzt ziehen wir uns an und gehen frühstücken.“ Beim Frühstück: „Wir sind bald fertig, nach dem Frühstück gehen wir aufs Zimmer und ziehen unsere Badehosen an, und dann gehen wir zum Pool.“ Je größer das Kind ist, desto mehr Aktivitäten können wir aufzählen. Wenn es kleiner ist, nennen wir eine oder zwei Aktivitäten, und wenn wir eine erledigt haben, wiederholen wir die nächste und fügen eine neue hinzu.
Manchmal werden wir uns wie ein Papagei fühlen, und die Ankündigungen werden uns unnötig erscheinen, sie sind aber sehr wohl notwendig und helfen dem Kind, sich ruhiger zu fühlen und sich leichter anzupassen. Viele Eltern meinen, gerade das habe Ihnen den Widerstand verringert.
Ein vollgestopfter Plan und das Drängen des Kindes über seine Ermüdungsgrenze hinaus können zu Situationen führen, in der uns alle die Nervosität packt. Deswegen ist Entschleunigung wichtig. Beugen Sie sich auf die Ebene des Kindes herunter, halten Sie inne und prüfen Sie, ob das Kind müde oder sensorisch überlastet ist. Manchmal sind fünf Minuten Abstand und Verbundenheit die Rettung für den nächsten halben Tag.
Es ist wichtig, im Sinn zu behalten, dass es im Urlaub nicht am wichtigsten ist, wie viel wir zeitlich schaffen und ob wir an einem Tag alles umsetzen, was wir wollten. Es ist wichtiger, wie wir uns dabei gefühlt haben.


Kleine Rituale, die uns wieder zu uns zurückführen
Es ist nicht nur wichtig, einige Rituale beizubehalten, die wir zu Hause haben, damit sich das Kind sicher fühlt, es ist auch von Nutzen, im Urlaub eigene kleine Rituale zu schaffen, die uns wieder zu uns zurückführen. Die Urlaubsumgebung ist zwar interessant, anregend und steckt voller Reize, was dem Kind nützt, es kann aber auch zur Reizüberflutung kommen, wenn wir nicht diese kleinen Rituale hätten, die uns wieder zu uns zurückführen. Solch ein Ritual kann zum Beispiel sein, dass wir am Abend aufzählen, was uns an diesem Tag am besten gefallen hat und auf was wir uns morgen freuen, oder dass wir jeden Tag einen Spaziergang am Meer entlang machen.
Es kann auch mehrere solcher kleiner Rituale geben. Ein Ritual am Morgen, wenn wir vor dem Frühstück kurz ans Meeresufer gehen. Ein Ritual, das gerade in diesem Urlaub zu „unserem Ding“ wird, wie etwa jeden Abend Eis essen oder den Sonnenuntergang von der gleichen Sitzbank aus betrachten. Und für die Kleinsten ist es besonders wertvoll, einen Teil der Rituale von zu Hause beizubehalten, beispielsweise das Einschlafritual oder das Lieblingslied, denn Bekanntes sorgt in der neuen Umgebung für Sicherheit.
Dabei müssen wir nicht zu Opfern der Rituale werden. Wenn wir einige Rituale und die Struktur von zu Hause beibehalten und der Tag einen ähnlichen Rahmen hat, mit Ankündigungen, was folgt, dann genügt dass durchaus. Wir sind nicht zu Hause und es ist ganz in Ordnung, dass die Tage anders ablaufen. Wir behalten das Kind im Auge und passen uns an, wenn nötig.

Was das Kind wirklich davon hat
Kindern bleibt die Zahl der Aktivitäten nicht im Gedächtnis. Sie erinnern sich daran, wie sie sich während der Aktivitäten gefühlt haben, ob man sie gesehen hat und ob sie sich sicher gefühlt haben. Und wenn es so ist, haben auch wir es leichter. Dann schaffen wir Erlebnisse, die dem Kind ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden. Vielleicht nicht bewusst, falls es sehr klein ist, aber dennoch als eine unbewusste Spur der Sicherheit und Verbundenheit.
Und diese Erinnerungen bleiben nicht nur am Meer bestehen. Wenn wir wieder zu Hause sind, können wir sie gemeinsam am Leben erhalten: Fotos durchblättern, erzählen, was wir am schönsten fanden, das eine oder andere auf der Reise entstandene Ritual beibehalten, und das hilft dem Kind sehr, Zusammenhalt und Zugehörigkeit zu spüren. Ein Kleinkind mag sich nicht wörtlich an den Urlaubsort erinnern, es wird aber die Spur in sich tragen, dass man es gesehen hat, dass es sicher war und geliebt wurde. Und genau dieses Gefühl baut die die Beziehung des Kindes zu uns und zur Welt auf, auch lange nachdem die Koffer wieder ausgepackt wurden.
Der Familienurlaub im Pical Resort 5* ist genau so konzipiert – als Ort, wo Eltern zumindest für einige Tage die tägliche Logistik vergessen und einfach anwesend sein können.Mehr Zeit für die Familie, mehr langsamere und bewusste Momente am Tag, aber auch mehr Zeit für sich, während sich jemand anders um die Einzelheiten kümmert. Denn manchmal haben Eltern genau das am meisten nötig – dass sich, zumindest für kurze Zeit, jemand um sie kümmert.
Und gerade aus solchen ruhigen und bewussten Momenten geht das Wertvollste hervor, ein Urlaub, der zu einer richtigen Zeit der Verbundenheit wird, und zu einer Zeit der Erinnerungen, die lange anhalten.